Thursday , March 23 2017
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Milliardär Rainer M. Frey will Macht bei Leonteq

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Die Ereignisse bei Leonteq, einem tief gefallenen Stern des Finanzplatzes, überschlagen sich. Heute früh gab das Unternehmen bekannt, dass Rainer-Marc Frey 7,5 Prozent an Leonteq hält. Damit bricht der bisher im Versteckten sich abspielende Machtkampf offen aus. Frey wird zum einflussreichen Player bei der Frage, ob Präsident Pierin Vincenz oder CEO Jan Schoch gewinnt. Rainer-Marc Frey ist selbst ein Pionier – wie Jan Schoch. Er baute ein Hedgefund-Imperium mit seinen Initialen RMF auf. Die Man-Gruppe zahlte vor 15 Jahren 1,3 Milliarden dafür. Frey kassierte allein 500 Millionen. Später wurde er mit seinem Investment bei DKSH noch reicher. Diese ist mit Handel in Asien zu einer Milliarden-Perle geworden. RMF, wie Frey genannt wird, machte mit Leonteq möglicherweise

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Die Ereignisse bei Leonteq, einem tief gefallenen Stern des Finanzplatzes, überschlagen sich. Heute früh gab das Unternehmen bekannt, dass Rainer-Marc Frey 7,5 Prozent an Leonteq hält.

Damit bricht der bisher im Versteckten sich abspielende Machtkampf offen aus. Frey wird zum einflussreichen Player bei der Frage, ob Präsident Pierin Vincenz oder CEO Jan Schoch gewinnt.

Rainer-Marc Frey ist selbst ein Pionier – wie Jan Schoch. Er baute ein Hedgefund-Imperium mit seinen Initialen RMF auf. Die Man-Gruppe zahlte vor 15 Jahren 1,3 Milliarden dafür.

Frey kassierte allein 500 Millionen. Später wurde er mit seinem Investment bei DKSH noch reicher. Diese ist mit Handel in Asien zu einer Milliarden-Perle geworden.

RMF, wie Frey genannt wird, machte mit Leonteq möglicherweise ein Schnäppchen. Zumindest kosteten ihn die Käufe am letzten Freitag und diesen Montag wenig.

Bei Durchschnittspreisen von maximal 30 Franken zahlte er rund 35 Millionen für die Titel. Er besitzt 1,2 Millionen und ist damit grösser als Firmengründer und CEO Jan Schoch mit 6,5 Prozent.

Der Kampf um die Macht und das Sagen bei der Leonteq präsentiert sich mit dem fulminanten Einstieg von Milliardär und Hobbypilot Frey offen und spannend.

Milliardär Rainer M. Frey will Macht bei Leonteq

Auf der einen Seite befinden sich die Gründungsaktionäre, also Schoch (6,5 Prozent) selbst sowie seine Partner Lukas Ruflin (7,5 Prozent) und Sandro Dorigo (2,3 Prozent).

Macht total gut 16 Prozent.

Auf der Gegenseite steht die Raiffeisen mit rund 29 Prozent. Sie wird offiziell angeführt von Raiffeisen-Chef Patrik Gisel, inoffiziell von seinem Vorgänger Pierin Vincenz.

Vincenz ist heute Präsident der Leonteq und schwingt dort das Zepter, weil ihn Gisel als Vertreter der grössten Aktionärin, der Raiffeisen, schalten und walten lässt.

Das ist wichtig, weil Pierin Vincenz und Jan Schoch, der Präsident und der CEO der Leonteq, sich hoffnungslos zerstritten haben. Die beiden verfolgen eigene Pläne, wie die Leonteq gedeihen soll.

Es steht somit 29 Prozent für Team Raiffeisen mit Vincenz im Driving seat gegen gut 16 Prozent für Team Schoch.

Nun kommt Rainer-Marc Frey ins Spiel. Schlägt sich Frey auf die Seite von Schoch & Co., dann steigt der Anteil der Gründer und operativen Leute schlagartig auf rund 24 Prozent.

29 gegen 24, das ist dann nicht mehr weit von einem Gleichgewicht des Schreckens. Für die Truppe Frey und Schoch bräuchte es nur noch ein paar Publikumsaktionäre, um zu gewinnen.

Heute in einer Woche ist die Generalversammlung. Die kann noch ruhig verlaufen.

Der Eintragungsschluss für die Stimmberechtigung an der GV war letzten Freitag um 5 Uhr abends, wie die Leonteq auf Anfrage heute früh sagte.

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Lukas Haessig
Im Frühling 2006 machte ich mich als freischaffender Wirtschaftsjournalist mit Sitz in Zürich selbständig. Für den Zürcher Tages-Anzeiger und die Schweizer Handelszeitung schreibe ich regelmässig Artikel, zudem arbeite ich als Wirtschaftsexperte für Radio 1. Im November 2011 startete ich die Internet-Finanzzeitung Inside Paradeplatz.